Geschichte des Regionalzentrums

Einer der Schwerpunkte der schulischen Arbeit am Carl-Zeiss-Gymnasium ist die Förderung von besonders interessierten und begabten Schülern auf den Gebieten der Mathematik, Technik und Naturwissenschaften.
Hierfür sind sogenannte Spezialklassen für Schüler aus dem ostthüringer Raum schon vor ca. 40 Jahren an der damaligen Spezialschule „Carl Zeiss“ eingerichtet worden.
Dass die verstärkte pädagogische und fachliche Arbeit mit hochbegabten Schülern aber nicht erst in Klassenstufe 9 einsetzen kann, ist seit langem bekannt. Deswegen gab es schon in der Vorwendezeit den „Bezirksklub junger Physiker, Mathematiker ...“. Unter dessen „Dach“ wurden neben der Korrespondenzarbeit „Mathelager“, „Physikertage“ und ähnliche Veranstaltungen organisiert und durchgeführt.
Nach der Wiedervereinigung war bis 1999 der FÖRDERVEREIN „Spezialschule e.V.“ der organisatorische, finanzielle und personelle Träger dieser Arbeit. So konnten durch ihn nacheinander drei verschiedene ABM - bzw. SAM - Kräfte angestellt werden. Darüber hinaus zahlte der Förderverein kleinere Honorare für die Personen, die über ihre tägliche Arbeit hinaus mehrere hundert Schüler in verschiedenen AG´s und Korrespondenzzirkeln Jahr für Jahr betreuten.
Mit der Einrichtung eines Schulversuches zur schulischen Langzeitförderung derart begabter Schüler erhielt unser Gymnasium 1999 den staatlichen Auftrag für die hier beschriebene besondere Bildungsarbeit. Das daraufhin offiziell gegründete „REGIONALZENTRUM" versteht sich also als eine Institution, die in Ostthüringen im staatlichen Auftrag einen speziellen Teil der Bildungsarbeit leistet.
Seit dem Jahr 2000 gibt es in wachsender Zahl an nahezu jedem ostthüringer Gymnasium sogenannte „Kontaktlehrer“ zum Regionalzentrum, die regelmäßig zu Schulungen in Jena weilen.
Heute schreiben sich alljährlich zwischen 800 und 1000 Schüler in die 14 Korrespondenzzirkel und 15 Arbeitsgemeinschaften ein. Viele von ihnen verbringen im Verlaufe eines Schuljahres einen oder mehrere Tage im Rahmen verschiedener naturwissenschaftlicher „Camps“ am Carl-Zeiss-Gymnasium in Jena. Die Schülerinnen und Schüler kommen dabei mittlerweile nicht mehr nur aus dem ostthüringer Raum, sondern zum Teil aus ganz Thüringen und auch aus anderen Bundesländern.
In den folgenden Jahren wird sich die Zahl der angebotenen Korrespondenzzirkel noch erhöhen und sicherlich auch über die Klassenstufe 8 hinaus reichen. So kann auch in der Zukunft dem wachsenden Interesse von naturwissenschaftlich interessierten und begabten Schülern Rechnung getragen werden.


·  © Carl-Zeiss-Gymnasium  ·